Sekundarstufe I

Der Aufbau der Sekundarstufe I

 

Jahrgang 5 bis 7

Wir sind eine vierzügige Schule, d.h. wir bilden jedes Jahr vier neue Eingangsklassen im Jahrgang 5.

2 Klassenlehrerinnen oder –lehrer sind für eine Klasse verantwortlich und begleiten die Schülerinnen und Schüler in ihrer pädagogischen und erzieherischen Arbeit von Klasse 5 bis Klasse 10.

Der tägliche Unterricht beginnt um 7.45 Uhr mit einer Arbeitsstunde bei einem der beiden Klassenlehrer. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nach den Prinzipien des Wochenplanes zunehmend selbständig zu arbeiten. In den Jahrgängen 5 und 6 werden alle Schülerinnen und Schüler im Klassenverband unterrichtet.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften haben die Schülerinnen und Schüler in Jahrgang 5 jeweils donnerstags 2 Stunden Tischgruppentraining bei ihren Klassenlehrern. Ab Jahrgang 6 können sie unter verschiedenen Angeboten eine Arbeitsgemeinschaft frei wählen.

Die Differenzierung nach Neigung beginnt mit dem Wahlpflichtbereich bereits ab Klasse 6. Nach Beratung durch die Klassenkonferenz können die Schülerinnen und Schüler besondere Neigungs- und Begabungsschwerpunkte entwickeln oder vertiefen. 

Nach einer Informationsphase und Beratung durch die Klassenkonferenz treffen die Erziehungsberechtigten gemeinsam mit ihren Kindern die Entscheidung für einen Wahlpflichtbereich.

Zur Auswahl stehen:
 Darstellen & Gestalten, Französisch, Naturwissenschaft und Arbeitslehre.

 

JCS_Besuch aus Nepal (28) (Mittel)

 

Jahrgang 8 bis 10

Ab Klasse 8 beginnt die Differenzierung nach Leistung: In den Fächern Englisch und Mathematik werden auf der Basis von 2 Klassen jeweils zwei Erweiterungskurse und ein Grundkurs eingerichtet: Schülerinnen und Schüler mit den Noten „sehr gut“ und „gut“ werden im Erweiterungskurs, Schülerinnen und Schüler mit den Noten „mangelhaft“ und „ausreichend“ werden im Grundkurs unterrichtet.

Schülerinnen und Schüler mit der Note „befriedigend“ werden je nach den Kriterien „Gesamtleistung“ und „Kursgröße“ einem der beiden Kurse zugeordnet.

Am Ende des Schuljahres prüft die Klassenkonferenz, ob die Schülerinnen und Schüler in den zugewiesenen Kursen hinreichend gefordert und gefördert werden. Die Schullaufbahn bleibt grundsätzlich bis zum Ende des 10. Jahrgangs offen. Die Entscheidung zum Kurswechsel erfolgt nach dem Leistungsprinzip.

Ab Jahrgang 9 wird zusätzlich in den Fächern Deutsch und Physik nach Leistung differenziert. Die Zuweisung erfolgt analog zu den Fächern Englisch und Mathematik.

Prinzipiell steht für jeden Schüler ein Platz im Erweiterungskurs zur Verfügung. Die Zuweisung erfolgt nach dem Leistungsprinzip.

Die Differenzierung nach Neigung kann durch die Wahl des Faches Latein (dreistündig) ab Jahrgang 8 erweitert werden. Alle anderen Schülerinnen und Schüler erhalten zusätzlich individuelle Förderung.

Mit den Zeugnissen ab Jahrgang 9 erhalten die Lernenden und ihre Erziehungsberechtigten jeweils eine Abschlussprognose, aus der hervorgeht, welcher Abschluss bei gleichbleibenden Leistungen erwartet werden kann. Hinweise zu einzelnen Noten setzen Anreize zur Leistungssteigerung und führen bei entsprechenden Ergebnissen zu höheren Abschlüssen.

Die Berufswahlorientierung ist ein Unterrichtsschwerpunkt in Jahrgang 9. Neben dem Praktikum (in den ersten drei Wochen im Monat Februar) werden die Schülerinnen und Schüler auf den Gesamtkomplex (Berufswahlorientierung) intensiv vorbereitet.

Die Erziehungsberechtigten werden regelmäßig über die Lernentwicklung ihrer Kinder auf der Grundlage von pädagogischen Konferenzen durch die Klassenlehrer informiert.

Am Ende der Klasse 10 werden die Abschlüsse der Sekundarstufe I auf der Grundlage der Kurszugehörigkeit und der erbrachten Noten vergeben.

Abschlüsse an der JCS

Abschlüsse an der Gesamtschule

Die Gesamtschule vergibt alle in Deutschland erreichbaren Schulabschlüsse. Diese sind durch die Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) in der gesamten Bundesrepublik anerkannt.

Im Unterschied zu den übrigen weiterführenden Schulen muss beim Eintritt in die Gesamtschule keine Entscheidung über einen festen Bildungsgang oder einen bestimmten Schulabschluss getroffen werden.

Die unterschiedlichen Begabungen und Stärken sollen sich im Verlauf der Schulzeit festigen können, daher wird die Frage des Schulabschlusses so weit wie möglich an das Ende der individuellen Schullaufbahn geschoben.

Entscheidungen über die Schullaufbahn werden schrittweise in der Sekundarstufe I eingeleitet.

Hauptschulabschluss

  • Es ist kein E-Kurs erforderlich.
  • Alle G-Kurse müssen ausreichend sein.
  • Alle übrigen Fächer müssen mindestens ausreichend sein.

Fachoberschulreife

  • Es sind zwei E-Kurse mit mindestens der Note ausreichend erforderlich.
  • Die WP-I Note muss mindestens ausreichend sein.
  • Alle G-Kurse müssen mindestens befriedigend sein.
  • Die übrigen Noten müssen in zwei Fächern mindestens befriedigend, sonst mindestens ausreichend sein.

Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk

Abitur

  • Es sind mindestens drei E-Kurse mit mindestens der Note befriedigend erforderlich.
  • Die WP-I Note muss mindestens befriedigend sein.
  • Sollte ein G-Kurs belegt sein, so muss dieser gut sein.
  • Die übrigen Fächer müssen mindestens befriedigend sein.

Hinweis zur Abschlussberechnung

Es ist nicht möglich, an dieser Stelle alle relevanten Konstellationen anzuführen. So sind Ausgleichsregelungen nicht erfasst. Nicht hinreichende Leistungen in einem Fach können in einigen Fällen durch besondere Leistungen in einem anderen Fach ausgeglichen werden. Hier ist eine intensive Beratung durch die Abteilungsleitung, die Klassen- und Beratungslehrer notwendig.

Nähere Informationen erhalten Sie im 6. Abschnitt der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe SI (APO – SI) auf den Internetseiten des Schulministeriums.