Gefahrenlage an der JCS

 

 

Liebe Eltern,

wie Sie vermutlich bereits wissen, hat es am heutigen Tage einen größeren Einsatz von Rettungs- und Polizeikräften an unserer Schule gegeben. An dieser Stelle möchte ich Sie darüber informieren, was sich zugetragen hat und was wir bis jetzt wissen.

 

Gegen 9.30 Uhr meldeten sich einige Schülerinnen des 8. Jahrgangs mit Atembeschwerden bei einer Kollegin. Diese informierte umgehend die Schulleitung, die den für solche Fälle vorgesehenen Alarmplan in Gang setzte.

 

Nach Alarmierung des Rettungsdienstes, der Polizei und der Feuerwehr wurde der betroffene Trakt geräumt, die Schülerinnen und Schüler auf den Schulhof geführt und die Klassenräume gelüftet. Die betroffenen Schülerinnen klagten über ein Kratzen im Hals und Atembeschwerden und wurden auf der Leseterrasse erstversorgt.

 

Ein aus Dülmen kommender Spezialtrupp der Feuerwehr konnte trotz des Einsatzes sehr sensibler Messgeräte keinerlei Belastungen in der Raumluft nachweisen. Die Polizei hat in dem betroffenen Klassenraum zwei Tütchen mit Chili-Pulver sichergestellt. Ob dies zu den beschriebenen Beschwerden geführt hat, kann nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden.

 

Insgesamt wurden 41 Schülerinnen und Schüler und ein Kollege ärztlich behandelt. 32 Schülerinnen wurden zur Beobachtung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert, die meisten von ihnen konnten das Krankenhaus nach einer eingehenden Untersuchung bereits wieder verlassen.

 

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache übernommen.

 

Trotz aller Aufregung war es sehr beruhigend, dass die theoretisch häufig durchgespielten Alarmpläne auch in der Realität funktionieren. Dank des Einsatzes der Rettungskräfte, der Polizei, der Feuerwehr und meiner Kolleginnen und Kollegen ist es gelungen, diese sehr herausfordernde Situation geordnet und den Umständen entsprechend ruhig zu bewältigen.

 

Aus Sicht der Schulleitung bleibt ein Manko: Wir konnten die Eltern der Kinder, die zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, erst nach Beendigung des Einsatzes (gegen 14.00 Uhr) informieren, da wir erst zu diesem Zeitpunkt von der Einsatzleitung mit den notwendigen Informationen versorgt worden sind. Dieses Vorgehen ist aus Sicht der Einsatzleitung nachvollziehbar, da man sicherstellen wollte, dass nur gesicherte Informationen weitergegeben werden. Aus Sicht der Eltern wäre eine schnellere Information wünschenswert und wichtig gewesen. Die Schulleitung hatte jedoch keinen Einfluss auf diese Entscheidung.

 

Ich hoffe, Ihnen die für Sie notwendigen Informationen gegeben zu haben. Sollten sich noch Fragen ergeben, melden Sie sich bitte!

Ulrich Vomhof