Wetterdaten selbst erfassen

Der WP1-Kurs Naturwissenschaften der Jahrgangsstufe 7 hat sich zusammen mit Frau Ossowski im Rahmen der Unterrichtseinheit „Wetterkunde“ vorgenommen, selber Messgeräte zu bauen, um Wetterdaten zu erfassen.

Gleich mehrere Gruppen stellten sich die Aufgabe, ein Thermometer selbst zu bauen. Hierzu wird ein kleiner Erlenmeyerkolben verwendet, in den Spiritus eingefüllt wird. Mit Tinte lässt sich der Spiritus einfärben, damit er im Steigrohr gut zu sehen ist. Der Kolben wird mit einem Stopfen verschlossen, in dem ein langes Steig-rohr steckt. Um das Thermometer zu eichen, stellt man den Erlenmeyerkolben in ein Becherglas mit kaltem Wasser, in das Eiswürfel gefüllt werden. Während die Eiswürfel schmelzen, misst man die Temperatur mit einem Thermometer nach. Wenn die Wassertemperatur bei 0°C ist, markiert man am Steigrohr den Pegelstand des Spiritus und erwärmt dann das Wasser im Becherglas mit einer Heizplatte. Bei ca. 60 – 70 °C muss man aufhören zu erwärmen, da der Spiritus sonst zu stark verdampft.

Ein Niederschlagsmessgerät lässt sich einfach aus einer PET-Flasche bauen, die man unter der oberen Wölbung aufschneidet. Auf den Boden der Flasche legt man einige Kieselsteine, damit das Gerät stabil steht und nicht umkippt. Dann klebt man eine Millimeterskala an die Seitenwand über der unteren Wölbung, auf der man von 0 beginnend in Zehnerschritten die Millimeter markiert. Nun füllt man die Flasche bis zur 0-Markierung mit Wasser. Den abgeschnittenen oberen Flaschenteil dreht man um und steckt ihn als Trichter in die aufgeschnittene Flasche. Nun muss es nur noch regnen und das Messgerät im Freien stehen, um Regen aufzufangen.

Das Anemometer benutzt man, um Windstärken zu messen.
Man braucht einen langen Holzstab, in den man oben eine dünne Stricknadel stecken kann. An einem Teil eines Stroh-halms klebt man eine laminierte Skala, die die Windstärken in m/s , km/h und Beauforts anzeigt. Nun wird ein Tischtennisball an einen dünnen Faden gehängt und an der Skala befestigt. Die Skala wird mit dem Strohhalm über die Stricknadel gesteckt und ist nun frei drehbar. Weht nun Wind gegen den Tischtennisball, bewegt sich der Ball und zeigt die zutreffende Windstärke an.

Eine einfache, aber effektive Wetterfahne baut man aus einem umgedrehten Blumentopf, einem durchbohrten Stopfen, einem Bleistift mit Radiergummi, einer Stecknadel, einem Strohhalm und zwei laminierten Zeigern.Die Zeiger werden an beiden Strohalmenden befestigt. In das Loch im Blumentopf steckt man den Stopfen und in diesen den Bleistift hinein. Mit der Stecknadel durchpiekst man den Strohhalm in der Mitte und steckt die Nadel in das Radiergummi. Nun markiert man auf dem Blumentopf die Himmelsrichtungen N,O,S und W. Unter freiem Himmel richtet man die Wetterfahne mit einem Kompass in nördlicher Richtung aus und kann nun sofort beginnen, abzulesen, aus welcher Richtung der Wind kommt.

Ein einfaches selbstgebautes Barometer erhält man, wenn man ein Glas mit der Gummihaut eines Luftballons überzieht und diese mit einem Gummiband fixiert, damit keine Luft in das Glas hineinkommt. Auf die Gummihaut wird ein Strohhalm aufgeklebt. Daneben stellt man eine Messskala aus Pappe, die eine Markierung an der Stelle erhält, auf die der Strohhalm zu Beginn zeigt. Sobald sich der Luftdruck ändert, wird der Strohhalm bei steigendem Luftdruck nach oben, bei sinkendem Luftdruck nach unten zeigen.

Die fertigen Geräte wurden vorgestellt und müssen nur noch erprobt werden, dazu warten alle auf passendes Wetter!

Administrator