Zurück aus dem Schnee!

Stellen sie sich einen Doppeldecker-Bus vor, voll mit Schülern. Jeder hat einen engen Platz. Wenn man seine Rücklehne zurück machen möchte, um nach dem frühen Aufstehen noch ein bisschen schlafen zu können, muss man sich auf einen kleinen Wortkampf mit seinem Hintermann bereit machen. Damit die Zeit etwas schneller vorbei geht, werden Filme angeboten oder man beschäftigt sich mit einem Buch; wirklich, wir Schüler lesen auch manchmal, ob man es uns glaubt oder nicht. Aber wir sollten erst mal am Anfang der Woche beginnen.

Am Samstag, dem 02.01 ging es um 19 Uhr los auf die Skiprojektfahrt. Auch dort hatten wir eine lange Busfahrt vor uns aber mit ein bisschen Vorfreude lässt sich bekanntlich ja vieles aushalten. Nach der Ankunft am Sonntagmorgen gab es für uns alle Frühstück und es wurden Organisationssachen geklärt, wie der Ski – und Snowboardverleih, Helme für alle Schüler und das Beziehen der Zimmer….

Erfahrene SkifahrerInnen der Oberstufe konnten sonntagfrüh das Skigebiet schon mal sichten und Planungen für die kommenden Tage machen. Dieses Jahr hatten wir Glück und mussten mit dem Skibus nur sieben Minuten zum Skigebiet fahren. In anderen Jahren hat diese Fahrt auch mal über eine halbe Stunde gedauert.

 

Am Montag ging es endlich für alle auf die Piste. Manche waren aufgeregt, andere kannten diesen morgendlichen Trott schon. Skiunterwäsche an, runter zum Frühstück, nach dem Frühstück wieder ins Zimmer. Skijacke an, Skihose an, Helm nehmen und bloß die Handschuhe und den Skipass nicht vergessen.

Die Anfänger wurden von Tag zu Tag besser und die Fortgeschrittenen fuhren von Tag zu Tag schneller und souveräner die Pisten runter.

Ein anstrengender Skitag ist natürlich nicht genug. Abends wurde der Hoeneß gewählt. Zum Hoeneß wurde immer die Person, die am Skitag den witzigsten Sturz hatte oder sich beim Fahren besonders dämlich angestellt hat. Diese Person durfte dann bis zum nächsten Abend einen wunderschönen Hawaiirock tragen, natürlich auch auf der Piste. Am Abend wurden dann noch ein paar Spiele gespielt oder man ist einfach kaputt ins Bett gefallen. Aber Müdigkeit gibt es hier natürlich nicht am nächsten Morgen ging es wieder den ganzen Tag auf die Piste. Für den ein oder anderen war die Skiwoche durch kleinere Verletzungen schon früher vorbei als geplant. Doch mit ein bisschen Verlust muss man ja immer rechnen. Letztlich konnten wir dieses Jahr die Verletzungen sehr reduzieren, bis auf einen Knochenbruch (beim Schneeballwerfen ausgerutscht) und kleinere Prellungen kamen alle gut durch die Woche!

Bei einer Skifahrt darf für die Neulinge eine Skitaufe natürlich auch nicht fehlen. Alle Schüler haben sich mit Fackeln auf den Weg zum Heiligenolymp gemacht um dort von der Skigöttin und ihren Gehilfen getauft zu werden. Von der Skigöttin hat man schöne Namen wie Bastian der Boarderhasser, Anastasia die Après-Ski-Königin oder Nele die Nervige bekommen.

Die aufregende Woche wurde durch eine Skirallye am Freitagmorgen beendet, die die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase organisiert hatten. Diese endete auf einer schönen Skihütte. Als würde das Wetter uns unseren letzten Skitag noch verschönern wollen, gab es viel Sonnenschein und wir konnten auf der Terrasse unser Mittagessen (Germknödel oder Bratwurst/Pommes) genießen. Am Freitagnachmittag durften wir uns unsere Skigruppen aussuchen.

Wir hatten wohl alle eine schöne und anstrengende Woche.

Jetzt sitzen wir im Bus, am Fenster ziehen Industriegebiete vorbei, im Fernseher läuft ein Film und wir hoffen alle, dass wir nicht mehr so lange im Bus sitzen müssen.

 

Judith Bünder 😉

Ulrich Vomhof